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Die DGMP ist die deutsche wissenschaftliche Fachgesellschaft für Medizinische Physik.  Aufgaben und Ziele

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CIRSRad

Critical Incident Reporting System for Radiology and Nuclear Medicince

Ein Tool zur Erfassung, Aufarbeitung und Meldung von strahlenschutzrelevanten Vorkommnissen in Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin

Mit dem vollständigen Inkrafttreten des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) und der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) wurde die europäische Direktive 2013/59/Euratom schlussendlich zum 01.01.2019 in deutsches Recht überführt. Eine wesentliche Neuerung ist, dass Strahlenschutzverantwortliche dafür sorgen müssen, dass Vorkommnisse im Rahmen geplanter medizinischer Expositionsszenarien in ihrer Einrichtung systematisch erfasst und aufgearbeitet werden. Ist insbesondere eines der Kriterien in den Anlagen 14 oder 15 der StrlSchV erfüllt, so muss darüber hinaus eine Meldung dieses „bedeutsamen Vorkommnisses“ an die zuständige Behörde erfolgen.

„Mit CIRSrad habe ich jederzeit den Überblick, ob und welche Vorkommnisse in meinen Abteilungen aufgetreten sind. So kann ich schnell reagieren und optimale Gegenmaßnahmen mit meinem Team ausarbeiten.“

Im Rahmen zweier durch das Bundesamt für Strahlenschutz initiierter Projekte wurde basierend auf einer empirischen Multicenter-Studie ein klinischer Prozess für den Umgang mit Vorkommnissen inkl. eines entsprechenden Kriterienkataloges für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin entwickelt. Zur praktischen Evaluierung der Prozesse und Meldekriterien wurde im Rahmen dieser Studie ebenfalls die Dokumentations- und Prozessmanagementsoftware CIRSRad konzipiert.

CIRSRad begleitet klinische Anwender, Strahlenschutzbeauftragte, -bevollmächtigte und -verantwortliche durch einen Prozess zur Behandlung eines Vorkommnisses:

  1. Initiale Erfassung: Erkennung eines Vorkommnisses, beispielsweise durch aufmerksames Personal und mittels technischer Maßnahmen wie Dosismanagement-Systemen (DMS). Hierbei wird das Vorkommnis bereits initial in Kategorien eingeordnet.
  2. Vervollständigung: Vollständige Dokumentation des Vorkommnisses inkl. aller möglicherweise an eine zuständige Behörde zu übermittelnden und für die Bewertung des Vorkommnisses benötigten Angaben.
  3. Klassifikation: Bewertung des Vorkommnisses und Entscheidung, ob eine Meldepflicht gem. §108 der StrlSchV vorliegt.
  4. Untersuchung: Systematische Untersuchung des Vorkommnisses und Dokumentation der Resultate.
  5. Gegenmaßnahmen: Formulierung und Verabschiedung von Gegenmaßnahmen und deren Dokumentation.

CIRSrad kann in röntgendiagnostischen und nuklearmedizinischen Einrichtungen im Netzwerk oder als Einzelplatzinstallation genutzt werden und unterstützt alle gängigen Modalitäten:

Röntgenmodalitäten

  • Computertomographie
  • Digitale Volumentomographie
  • Projektionsradiographie
  • Diagnostische und therapeutische Interventionen
  • Mammographie

Nuklearmedizinische Modalitäten

  • Sondenmessung
  • Planare Szintigraphie
  • SPECT und SPECT-CT
  • PET und PET-CT
  • Therapie mit offenen radioaktiven Stoffen

Vorkommnisse, die nicht mit einer Modalität verknüpft sind.

Stammdaten gängiger Radionuklide und Radiopharmaka und auch viele Konversionsfaktoren zur Abschätzung von effektiven Dosen sind hinterlegt.

Systemvoraussetzungen: 

CIRSRad geht genügsam mit Ressourcen um. Die portable Applikation bringt ihre eigene SQLITE-Datenbank mit und läuft auf praktisch allen Windows-PCs mit .net-Framework ≥ 4.5.2. Sie benötigen insbesondere keinen Datenbankserver. Zum Netzwerkbetrieb mit mehreren Clients ist ein Windows-Netzlaufwerk nötig, auf dem die Applikation abgelegt werden kann (optional).

CIRSRad-Download (Aktuelle Version: 1.2.0.0)

Bitte beachten Sie: Die Nutzung von CIRSRad erfolgt gänzlich auf eigenes Risiko. Durch das Nutzen von CIRSRad erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und den Haftungsausschluss an, welche dem ZIP-File beigelegt sind. Die Software ist ausdrücklich nur zur Prozessdemonstration und nicht für den produktiven klinischen Einsatz geeignet.