Herzlich Willkommen bei der DGMP

Die DGMP ist die deutsche wissenschaftliche Fachgesellschaft für Medizinische Physik.  Aufgaben und Ziele

Deutsche Gesellschaft für
Medizinische Physik e.V.

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Drei Fragen an Prof. Dr. Mark Ladd, DGMP-Vizepräsident 2017/18

Prof. Dr. Mark E. Ladd Prof. Dr. sc. techn. Mark Ladd leitet seit Ende 2013 die Abteilung für Medizinische Physik in der Radiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Magnetresonanztomographie (MRT), insbesondere in der Einführung und Weiterentwicklung neuer Methoden bei sehr hohen Magnetfeldern und bei der Anwendung der MRT in der bildgeführten Strahlentherapie. Nach dem Studium der Elektrotechnik an der University of Michigan in Ann Arbor und der Stanford University in Kalifornien hatte er im Jahr 1992 bei General Electric in den USA seinen ersten Kontakt mit den spannenden Themen in der medizinischen Bildgebung. Nach seiner Promotion an der ETH in Zürich 1998 im Rahmen einer Forschungskooperation zwischen dem Universitätsspital Zürich und GE zog er 1999 nach Deutschland an das Universitätsklinikum Essen, wo er im Jahr 2004 zum Professor für Biomedizinische Bildgebung ernannt wurde. Er konnte an dem 7-Tesla-Gerät dort seine Forschungsinteressen im Bereich der Ultrahochfeld-MRT vertiefen, bevor er 2013 nach Heidelberg wechselte.

Seit 2017 ist Prof. Ladd Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik e.V. (DGMP).

Was fasziniert Sie an der medizinischen Physik?

Meine Liebe zur medizinischen Bildgebung und medizinischen Physik habe ich bei General Electric entdeckt, als ich dort Projekte mit verschiedenen Bildgebungsmodalitäten (CT, MRT, PET, Röntgen) durchführen durfte. Die Spanne an Technologien, die in unserem Feld vorkommt, ist enorm, und man lernt nie aus. Als ich meine erste Stelle in der Industrie gesucht habe, wollte ich ausdrücklich in einem Feld arbeiten, das eine Mischung aus Medizin und Technologie bietet, da ich in Erwägung gezogen hatte, auch Humanmedizin zu studieren. Die Tätigkeit in der medizinischen Physik hat diesen Wunsch erfüllt und bietet heute noch eine packende Möglichkeit, eine aufregende Breite von Technologien an vorderster Front der Physik und Ingenieurwissenschaften zu kombinieren, um das Leben vieler Mitmenschen zu verbessern.

Weshalb engagieren Sie sich in der DGMP?

Ich verfüge inzwischen über 25 Jahre Erfahrung in der medizinischen Bildgebung, sowohl in der Industrie als auch im akademischen Umfeld, und diese Erfahrungen möchte ich für das Wohl unseres Fachs einsetzen. Die DGMP hat sich als eine Schlüsselorganisation für den Weiterbestand und die Weiterentwicklung der medizinischen Physik etabliert. Sie bietet für ihre akademischen und klinisch tätigen Mitglieder hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten, z.B. in Form der Jahrestagung, der Winterschule, der Treffen der Regionalsektionen, der Arbeitskreise und der Zeitschrift für Medizinischen Physik, um die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Klinik schnell zu verbreiten. Und etwas, was vielleicht nicht direkt ersichtlich ist: Sie setzt sich sehr stark für die Interessen der Mitglieder ein, wenn es um die Gestaltung neuer Gesetze und neuer Verordnungen geht, die unser Fach betreffen. Die DGMP wird von verschiedenen Ministerien als zuverlässiger und kompetenter Ansprechpartner wahrgenommen und wird direkt beteiligt, wenn neue Vorschriften ausgearbeitet werden. Darüber hinaus bietet die DGMP eine hervorragende Plattform für die Interaktion und den Austausch mit Schwestergesellschaften wie der DGN, DRG, DEGRO, der deutschen Sektion der ISMRM und der DPG.

Welche Schwerpunkte setzen Sie in Ihrer Tätigkeit für die DGMP?

Im Jahr 2019 feiert die DGMP ihr 50. Jubiläum. Die Planungen der unterschiedlichen Feierlichkeiten sind bereits im vollen Gange und wir werden insbesondere bei der Jahrestagung im kommenden Jahr in Stuttgart diesen wichtigen Meilenstein gebührend würdigen. Im Zeitalter der Digitalisierung steht unser Fach vor einem großen Wandel und in Stuttgart werden die Auswirkungen hierauf sowie die Möglichkeiten für die Zukunft der medizinischen Physik im Fokus stehen. Ein weiteres wichtiges Thema für unsere Gesellschaft ist die Umsetzung des neuen Strahlenschutzgesetzes und der dazugehörigen Verordnung. Hier wurde schon erreicht, dass die Rolle des Medizinphysik-Experten gestärkt wurde; nun gilt es, die konkreten Umsetzungsvorschriften so zu gestalten, dass die Sicherheit der Patientinnen und Patienten und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund bleibt, während der bürokratische Aufwand vernünftig geregelt wird. Ferner gilt es, die Vernetzung mit unseren Schwestergesellschaften und den internationalen Fachgesellschaften weiter auszubauen, um die Interessen unserer Mitglieder besser vertreten zu können.